Mittenwalde, eine Stadt reich an Geschichte und Tradition tappt, zumindest was die ältere Geschichte der Narrenzeit betrifft, noch im Dunkeln.

Erstmals Licht ins Dunkel bringen die Begründer des Mittenwalder Karnevalsvereins in der Narrensaison im Herbst des Jahres 1956. Zu den Mitbegründern gehörten unter vielen anderen Aktiven, die hier stellvertretend genannten…

Ulf Lülf-Adrian, Werner Bergemann, Wolfgang Biller, Erich Bock, Willy Buchholz, Otto Busemann, Walter Große, Kurt Hein, Karl Gärtner, Horst Heyme, Emil Klingner, Paul Krug, Herbert Löffler, Kurt Ruhland, Hans Richter, Willy Schmitz, Julius Siegmann

Der Mittenwalder Karnevalsverein veranstaltete bis zum Jahr 1962 in der Stadt große Umzüge. Im Gegensatz zum heutigen Karnevalstreiben fanden die Umzüge immer am Rosenmontag statt. Die ganze Stadt feierte tüchtig mit, die Geschäfte wurden um 15 Uhr geschlossen und dann war für alle Narrenzeit.

Das Ende der großen Umzüge in der Stadt kam mit dem Verfall der Säle, wie Perner, Schützenhaus und Ruhle. Es konnten keine Veranstaltungen mehr in der Stadt durchgeführt werden und so mussten die Karnevalsveranstaltungen ins Umland verlegt werden. Sie fanden unter anderem in Blankenfelde, Frankfurt/Oder, Körbiskrug, Mahlow, Rangsdorf, Schönefeld, Töpchin, Wildau und Zernsdorf statt.

Noch einmal fand dann am 13.11.1965 zum Einläuten der Narrensaison 1965/66 „10 Jahre Karneval in Mittenwalde“ ein ganz besonderer Umzug statt. Es war ein Miniumzug, der Elferat zog mit einem Handwagen als Getränkedepot durch die Stadt!

Das vorläufige Ende der Narrenzeit in Mittenwalde war die Karnevalssaison 1967/68, dann folgte ein langer Winterschlaf. Bis dann im Jahre 1986 der Mittenwalder Karnevalsverein wieder ins Leben gerufen wurde!!!